13. Oktober 2015

Call of Duty: Black Ops 3 - Zombies verprügeln mit Ron Perlman. Oh Yeah.

Was vor einigen Jahren in Call of Duty: World at War als netter Zusatzmodus begann, wuchs in Black Ops und Black Ops 2 zu einem zentralen Element des Spiels heran. „Wir wissen, dass viele Leute sich das Spiel hauptsächlich wegen des Zombie-Modus kaufen", gesteht Director Jason Blundell. „Daher ist es ziemlich lustig, dass wir die Zombies erst ganz zum Schluss in World at War einbauten und nicht glaubten, Activision würde es tatsächlich in das fertige Spiel packen. Es begann ursprünglich als kleines Nebenprojekt einiger Entwickler, nachdem sie mit den Animationen brennender Feinde herumspielten. Mittlerweile geben die Leute im Büro damit an, wie früh sie an der Entwicklung des Modus beteiligt waren."

Ich persönlich fand den schon immer Modus ziemlich lustig, verlor nach ein paar Stunden allerdings immer die Geduld. Mittlerweile schaue ich mir nach jeder veröffentlichten Karte die Entschlüsselungen der abartigen harten Rätsel an, die Blundell selbst seit Black Ops einbaute. Schaut euch nur einmal dieses Video hier an und zählt, wie viele Schritte ganz genau beachtet werden müssen, während die Spieler nebenher versuchen, nicht von den Zombiehorden getötet zu werden. Ich bin total fasziniert, wie komplex die Rätsel sind, und öffne jedes Mal sprachlos meinen Mund, da ich nicht nachvollziehen kann, wie man überhaupt die Lösungen dahinter herausfindet.

„Ehrlich gesagt war ich bei Black Ops 2 ziemlich sauer, weil die Spieler so schnell meine Aufgaben entschlüsseln konnten", reflektiert Blundell und verfällt dabei ins Lachen. „Ich meine, die haben irgendwo die gesamte Server-Struktur einer Universität genutzt, um den schwierigsten Algorithmus innerhalb weniger Stunden zu knacken. Ich mache die Rätsel jedes Mal komplexer, weil sie immer wieder gelöst werden. Es ist meine persönliche Herausforderung an mich selbst. Wie lange kann ich die Leute zum Nachdenken treiben oder sogar komplett austricksen? Zumindest existieren noch ein paar Geheimnisse, die bisher keiner herausgefunden hat, was mich freut. Dieses Mal gehe ich aber davon aus, dass die Community länger arbeiten muss. Vielleicht habe ich hier und da sogar etwas übertrieben. Aber wir dürfen unsere Fans nicht unterschätzen."

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Wahrscheinlich sind allein auf diesem Bild schon zwanzig Hinweise für spätere Rätsel versteckt.

Für Blundell ist es sehr wichtig, die richtige Balance in den Karten für alle Spielergruppen zu finden. Jeder soll seinen Spaß haben, auch wenn er nicht Tage in mehreren Foren verbringen will, um jedes Geheimnis zu knacken. „Ich teile die Karten immer in drei Phasen auf, die ineinander übergehen", führt er fort. „Die erste Phase ist das grundlegende Setting und für alle Spieler zugänglich. Möchtest du nur ein paar Runden alleine oder mit Freunden spielen und maximal ein paar Stunden investieren? Kein Problem, du kannst auf den Großteil der Karte zugreifen und vielleicht die ersten Blicke hinter den Vorhang werfen. In der zweiten Phase tauchen die Spieler etwas tiefer ein und konzentrieren sich auf die Komplettierung der Handlung. Die dritte Phase ist abschließend für die Hardcore-Gemeinde, die zusammen selbst meine schwersten Aufgaben löst."

Aus einer Designperspektive betrachtet sind die Zombie-Karten ein Meisterwerk. Es lassen sich sehr leicht die verschiedenen Phasen erkennen und sie zeigen zugleich, dass Treyarch ihre Fans verstehen und gelernt haben, mit allen Spielertypen umzugehen. Selbst wenn ich niemals eine der Kampagnen komplett beenden werde, geschweige denn die größeren Geheimnisse aufdecke, gewann ich nach dem Gespräch zusätzlichen Respekt für die Arbeit hinter diesem Modus.

Dieses Mal bietet euch Black Ops 3 zwei unterschiedliche Zombie-Karten zum Start. Die erste nennt sich Shadows of Evil und lässt euch vier neue Charaktere spielen. Optisch ähnelt sie absichtlich dem Film noir und alle Figuren orientieren sich an bekannten Stereotypen des Genres. Neben den von Heather Graham sowie Neal McDonough gespielten Figuren reizen mich vor allem die Charaktere der Schauspieler Jeff Goldblum und Ron Perlman. Letzterer ist ein seinen Schulden verfallener Boxer und man sah im ersten Trailer, wie Perlmans Charakter mit seinen Fäusten ein paar Zombies die verfaulten Nasen abschlug. Herrlich!

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Komm näher mit dem Gesicht, damit ich es über meinen Bildschirm verteilen kann.

Die im Art-Deco-Stil gehaltene Architektur der Stadt ist in verschiedene Zonen unterteilt, und die gehören jeweils einem der vier Charaktere. So könnt ihr die dunklen Kammern des brutalen Magiers Nero (Goldblum) betreten oder ballert im Varieté der Tänzerin Jessica (Graham) die Untoten über den Haufen. Die Handlung der Zombiejagd soll laut Blundell im selben Universum der anderen Karten spielen und direkte Beziehungen zu Mob of the Dead aus Black Ops 2 aufweisen.

Auf der zweiten Karte The Giant erwartet euch dagegen die traditionell überdrehte Action des verrückten Quartetts, bestehend aus Tank Dempsey, Nikolai Belinski, Takeo Masaki und Edward Richtofen. Ihre Geschichte soll direkt an die Black-Ops-2-Karte Origins anschließen. Wie der Name The Giant schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Remake der aus World at War bekannten Karte Der Riese. Leider ist The Giant zur Veröffentlichung des Spiels nur in der Special Edition enthalten.

Ich werde den Zombie-Modus in Black Ops 3 wahrscheinlich genauso konsumieren wie früher, nur dass ich dieses Mal als Ron Perlman ein paar Knuckle-Sandwiches verteilen darf. Für ein paar Stunden werde ich damit meinen Spaß haben, vielleicht sogar etwas mit Freunden spielen und anschließend den Rest auf YouTube verfolgen. Obwohl ich selbst die Geheimnisse niemals suchen werde, finde ich es dennoch unheimlich interessant, die Aufdeckung des ganzen Mysteriums zu erleben und mich wie jedes Mal davor wieder zu fragen: „Wie zum Teufel sollte da irgendjemand drauf kommen?!"

Quelle: Eurogamer.de

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