16. September 2013

Mit F1 2013 liefert Codemasters das bislang umfangreichste Spiel der Reihe ab

Die diesjährige Formel-1-Saison ist mit sieben verbliebenen Rennen gerade auf der Zielgeraden angekommen. Damit euch anschließend nicht langweilig wird und ihr die Zeit bis zum Start der neuen Saison überbrücken könnt, veröffentlicht Codemasters am 4. Oktober wieder einen neuen Teil seiner F1-Reihe. Sicherlich alles andere als eine große Überraschung.

Darin steckt jedenfalls alles, was man von einem Lizenzspiel erwarten kann und was auch in den letzten Jahren schon weitestgehend geboten wurde. Allen voran natürlich die aktuellen Fahrer und Strecken der 2013er Saison.

Verfeinert, aber noch mit Problemchen

Natürlich könnt ihr davon ausgehen, dass Codemasters unter der Haube von F1 2013 wieder kräftig geschraubt hat, um das Spiel weiter zu verfeinern. Zumindest für meinen Geschmack lassen sich die Rennwagen etwas angenehmer und präziser steuern als noch im letzten Jahr. Ich kam jedenfalls wesentlich besser mit ihnen zurecht als noch in der Vorjahresversion.

Auch scheint mir das Spiel in diesem Jahr - zumindest auf Basis der vorliegenden Preview-Version - etwas verzeihender zu sein. So wirft es zum Beispiel nicht gleich für Kleinigkeiten mit Strafen um sich wie noch F1 2012, wo ich es zuweilen auch nicht wirklich nachvollziehen konnte, warum ich nun bestraft wurde. Nicht dass ihr hier machen könntet, was ihr wollt, aber das Ganze wirkt in den bislang gespielten Rennen etwas feinfühliger, weniger penetrant, einfach besser.

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Gewohntes Bild: Ein Red Bull in Führung.

Da an den Schwierigkeitsgraden und dem Balancing aber noch gearbeitet wird, ist es schwierig, hier ein finales Urteil zu treffen. Ich hoffe aber, dass es im fertigen Spiel dabei bleibt und ich mich mehr aufs Fahren konzentrieren kann, als mich über irgendwelche dummen Strafen zu ärgern.

Auffällig im Qualifying war, dass die KI-Fahrer zu jedem Zeitpunkt - unabhängig von Anfang, Mitte oder Ende der Session - , an dem ich auf die Strecke ging, schön in einer engen Fahrzeugkette über den Asphalt huschten. Das ließ sich schön auf der kleinen Übersichtskarte am unteren Bildschirmrand beobachten. Das ganze Fahrerfeld war in einem dichten Pulk unterwegs, quasi wie zum Start eines Rennens. Ich dagegen hatte den Großteil der Strecke ungestört und ganz für mich alleine. Das ist zwar eigentlich von Vorteil für mich, aber dass ich dann im Toro Rosso mit Leichtigkeit auf die Pole fahre, während der Rest sich anscheinend gegenseitig ausbremst, ist eigentlich auch nicht der Sinn der Sache. Laut Codemasters arbeitet man jedenfalls noch am Balancing der KI, die manchmal auch einen Tick zu aggressiv reagiert, daher wird es hier hoffentlich noch Anpassungen geben.

Viel fürs Geld

F1 2013 kann man wohl als den bislang umfangreichsten Teil der Reihe bezeichnen. Bleiben wir noch kurz bei der aktuellen Saison. Hier könnt ihr unter anderem einzelne Grand Prix' absolvieren, auf Wunsch angefangen beim vollen Qualifying, alternativ wählt ihr ein verkürztes Qualifying oder nur das Rennen. Den Karrieremodus konnten wir noch nicht unter die Lupe nehmen, weiterhin sind aber Zeitrennen und ein Szenario-Modus mit von der Partie. Hier setzt man euch verschiedene Ausgangspositionen vor die Nase und ihr müsst ein bestimmtes Ziel erreichen. Zum Beispiel in Budapest, wo ihr im Caterham den 18. Platz gefestigt habt, aber noch mal spät zum Boxenstopp müsst. Das Ziel besteht dann darin, die neuen Reifen zu eurem Vorteil zu nutzen und Rang 18 zurückzuerobern.

"Was F1 2013 aber zum bislang umfangreichsten F1-Paket macht, sind die klassischen Inhalte."

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Die Autos wurden detailliert umgesetzt.

Für Neueinsteiger ist auch wieder der Young Driver's Test mit von der Partie, der euch unter anderem Dinge wie das KERS- oder DRS-System erklärt, euch auf eure Karriere als virtueller F1-Pilot so gut wie möglich vorbereitet.

Was F1 2013 aber zum bislang umfangreichsten F1-Paket macht, sind die klassischen Inhalte. Kauft ihr die Standard-Edition des Spiels, bekommt ihr 80er-Jahre-Fahrer wie Nigel Mansell, Mario Andretti, Emerson Fittipaldi, Gerhard Berger und andere sowie die Strecken Jerez und Brands Hatch als Bonus dazu. Investiert ihr knapp zehn Euro mehr in die limitierte Classic-Edition, erhaltet ihr zusätzlich dazu noch 90er-Inhalte mit weiteren Fahrern und Imola und Estoril als Strecken.

Mit diesen klassischen Fahrzeugen könnt ihr zwar nicht den Karrieremodus spielen, wohl aber einen Grand Prix, Zeitrennen und weitere Extra-Szenarios, in denen ihr beispielsweise als Gerhard Berger im Ferrari ausgehend vom zehnten Platz auf dem Podium landen müsst oder euch als Alain Prost im Williams auf Platz 2 die schnelleren Fahrzeuge hinter euch vom Leib haltet und den Sieg sichert. Ihr dürft übrigens auch einen Grand Prix mit den alten Wagen auf jeder der aktuellen Strecken austragen und mit den aktuellen Rennfahrzeugen über die alten Kurse brettern, die sich schon lange nicht mehr im offiziellen Rennkalender befinden.

Erwartet aber nicht, hier sofort alles im Griff zu haben, nur weil ihr mit den aktuellen Fahrzeugen zurechtkommt. Die klassischen Flitzer sind etwas schwieriger zu handhaben und euch kann sehr schnell das Heck ausbrechen, wenn ihr beim Beschleunigen nicht aufpasst. Fehler eurerseits machen sich weit mehr bemerkbar, als in den modernen Fahrzeugen. Darüber hinaus müsst ihr in den alten Wagen natürlich auf KERS und DRS verzichten.

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Nutzt ihr die alten Fahrzeuge, verwendet das Spiel eine Art Sepia-Filter.

Technik und Multiplayer

Auf der technischen Seite gibt es momentan wenig zu meckern. Auch F1 2013 hinterlässt optisch wieder einen tollen Eindruck, besonders auf Ultra-Einstellungen. Die Fahrzeuge sind die eigentlichen Stars des Ganzen und wurden detailliert umgesetzt, sehen vor allem auch von Nahem einfach wunderbar aus. Ansonsten bekommt ihr etwa auf dem Nürburgring mal einen im Hintergrund landenden Helikopter zu sehen, aber erwartet nun nicht allzu viele Aktivitäten abseits der Strecke.

Den Multiplayer konnten wir ebenfalls noch nicht ausprobieren. Nach Angaben von Codemasters könnt ihr jedoch einerseits im Splitscreen spielen, andererseits natürlich auch online. Hier fahren dann maximal 16 menschliche Spieler mit sechs zusätzlichen KI-Fahrern, um das Feld zu komplettieren. Außerdem will man euch „jede Woche" via RaceNet neue Ziele und Herausforderungen bieten. Und ja, selbst die klassischen Wagen und Strecken können im Splitscreen und Online-Multiplayer verwendet werden.

Mit F1 2013 scheint Codemasters einmal mehr ein gewohnt gutes F1-Paket abzuliefern. Hier und da hat die Boxencrew bis zum Release zwar noch ein wenig Arbeit vor sich, aber alles in allem fühlt sich das Spiel schon sehr gut an. Die klassischen Inhalte sind eine tolle und sehr willkommene Ergänzung und dürften vor allem die schon etwas älteren F1-Fans glücklich machen, zumal die Fahrzeuge der 80er und 90er noch mal eine ganz eigene Herausforderung für sich sind. Um es kurz zu machen: Wer zum Abschluss der Saison und darüber hinaus auch virtuell die Formel 1 erleben möchte, wird an F1 2013 nicht vorbeikommen.

Quelle: Eurogamer.de

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