26. August 2013

Eindrücke von der gamescom - Mad Max, X Rebirth und World of Tanks Blitz

Mad Max

Auf jeden Fall ist das immer noch mein Anwärter für die überraschendste Rückkehr eines Franchises nach mehr als 20 Jahren, mit dem nie wieder jemand irgendwie gerechnet hat. Aber hier ist Mad Max, viele Jahre jenseits der Donnerkuppel und schließlich bietet sich die Marke ja von allein für ein Spiel an: gemoddete Autos, jede Menge Waffen und verrückte Freaks in der Wüste. Warners so unerwarteter Wiederkehrer scheint die Dinge auch in dieser Reihenfolge zu priorisieren.

An erster Stelle steht das Auto, das mit einer ungesunden Liebe zu Pathos und peinlichen Namen in der Demo zelebriert wurde. Nachdem Max' Pursuit Special - der aus den Filmen bekannte umgemodelte 73er Ford Falcon - zerstört wurde, muss ein neues Auto her und es soll „Magnum Opus" oder auch Opus Magnum oder etwas ähnlich Drolliges heißen. Es tauchten noch mehr Kosenamen für hohe Zylinderzahlen auf und es wird in der großen Open-World-Umgebung euer erklärtes Ziel sein, in diversen Missionen diesen Autos oder Teilen nachzujagen, und damit das eine, wahre Super-Auto zu bauen. Mit diesem soll Max dann in die diesmal ganz sicher existente Stadt des Glücks voller Bäume, Wasser und schöner Frauen entkommen können.

X Rebirth

Von der Open-World geht es in die Sandbox. Ich hätte es nicht erwartet, aber am Ende war X Rebirth fast das Spiel der GamesCom 2013. Wenn denn die Polen von CD Project ihm mit Witcher 3 nicht doch noch den Rang abgelaufen hätten. Aber 'nah dran' ist für das seit sieben Jahren in der Entwicklung steckende vierte X auch nicht schlecht.

Nachdem die Komplexität der alten X ja immer weiter um sich griff und vom Einsteig in die Reihe abschreckte, soll es diesmal etwas anders werden. Vor allem will man sich für Rebirth Gedanken machen, wie man die zahllosen Möglichkeiten eines nicht ganz unendlichen, aber doch riesigen, in sich geschlossenen und sich eigenständig entwickelnden Universums ein wenig in den Griff bekommt, ohne auf Tastaturschablonen zurückgreifen zu müssen. Die Benutzerführung wurde komplett überarbeitet und in schlankere Menüs und Kommandos verpackt. Das ganze Spiel wird sogar per Joypad beherrschbar sein, was wohl mit Hintergedanken an eine spätere Konsolen-Umsetzung stolz vorgeführt wurde.

Die faszinierenden Bestandteile des komplexen Warenwirtschaftssystems, vollständig durchsimuliert von den Rohstoffen bis hin zu fertigen, gewaltigen Raumstationen, berührt das nicht. Handelskriege werden zwischen verschiedenen Fraktionen genauso geführt, wie auch ganz handfeste normale Kriege, in denen zahlreiche Groß-Raumer, noch mehr Jäger und auch alles andere unterwegs sind. Damit diese Ereignisse nicht so weit auseinanderliegen und nicht ganz so viel langweilig-leerer Weltraum zu durchqueren ist, verbindet Egosoft die interessanten Orte mit Super-Highways, schnellen Sprungrouten für die Schiffe.

World of Tanks Blitz

Der letzte Termin des ersten Tages war etwas unerwartet, denn eigentlich war ich auf eine Runde World of Warplanes eingestellt, als ich den Bunker-artigen, teils aus Beton, teils aus Holz bestehenden Business-Stand von Wargaming betrat. Aber es kommt ja immer alles anders als man denkt und eigentlich macht es ja auch nur Sinn, dass die erfolgreichen Weißrussen ihre Reichweite auf die wundervolle Welt der Apple- und Android-Tablets ausweiten wollen.

Wie auch beim regulären World of Tanks ist der Einstieg extrem einfach. Die Steuerung der Panzer ist ja eh schon auf das nötige Minimum reduziert und so braucht es auch nur wenige Daumen-Kontakt-Punkte, um zu fahren, den Turm zu drehen und zu feuern. Ein paar Buttons für die Munition und schon rumpelt es sich auch im Kleinen sehr angenehm. Zwar immer noch eher was zum auf den Tisch legen, als es lange in der Hand halten, aber dann ohne Probleme. Optisch kann es natürlich nicht ganz mit dem PC mithalten, detailliert genug bleit es allemal. Vor allem jedoch wurden die Feinheiten der Panzer nicht vereinfacht, die Positionierung der Panzerung und die Richtung der Angriffe ist auch auf den Tablets entscheidend.

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Der Siegeszug der Panzer dürfte auch auf iOS ungebremst weitergehen.

Die Größe der Gefechte wurde dabei auch der Größe des Screens angepasst. Die neu entworfenen Karten sind etwas handlicher, sollen aber auch wieder die übliche Mischung aus Möglichkeiten zum Versteckspielen und Ausmanövrieren bieten. Sieben gegen Sieben ist dabei das Limit, was die eh schon nicht langen Runden ein wenig verkürzen könnte. Blitz wird Teil des normalen Wargaming-ID-Universums sein, sodass euer üblicher Login euch auch hier in das Spiel bringen wird.

Ersteindruck: Im Kleinen rumpelt es sich auch gut.

Potenzial: Couch-Panzerfahrer sollten rundum zufrieden sein.

Erscheint für iPad und Android-Tablets, aber wohl erst 2014

Quelle: Eurogamer.de

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