28. September 2016

Saboteur 2 befand sich in Arbeit, verrät der Creative-Director

The Saboteur war das letzte veröffentlichte Projekt der Pandemic Studios, ein Open-World-Spiel im besetzten Paris des Zweiten Weltkriegs.

Wie nun im neuen Recent-Episode-Podcast bekannt wurde (via finder), sollte es sogar einen zweiten Teil geben. Zumindest war das eine Zeitlang der Plan.

Morgan Jaffit, der bis dahin im australischen Pandemic-Studio in Brisbane arbeitete, erhielt Anfang 2009 ein Jobangabot für die Los-Angeles-Niederlassung und sagte zunächst zu.

"Ich ging dorthin und arbeitete dort eine Woche lang, doch dann bemerkte ich den Geruch des Todes", erinnert er sich. Er lehnte den Job schließlich ab.

"Ich sollte der Creative-Director für den Saboteur-DLC und dann für Saboteur 2 sein."

Allerdings, so seine Wahrnehmung, war Pandemic bereits komplett ausgeweidet von EA und niemand konnte Entscheidungen treffen.

"Es gab mehrere Gespräche, die endeten mit 'Nun, ich muss das einem Creative-Director vorlegen'. Aber dann musste der Creative-Director es Andrew [Goldman - CEO] oder Greg [Borrud - Produktionsleiter] vorlegen und immer so weiter."

"Der Prozess ging dann dazu über, dass sie regelmäßig von Kräften innerhalb EA überstimmt wurden, die nichts mit der Entwicklung zu tun hatten. Etwa Marketing-Leute oder Frank Gibeau [EA-Studios-Präsident] oder unzählige nutzlose und gefährliche Idioten."

Nachdem sich Jaffit das Ganze eine oder zwei Wochen lang ansah, nahm er seinen Hut.

In seiner Rolle als Lead-Designer sah er sich stets als "Scheiße-Regenschirm". "Leute, die sehr weit weg sind von den Details [er meint nicht in die eigentliche Entwicklung Involvierte], werden versuchen, von oben aus auf das Projekt zu scheißen. Dein Job ist es dann, das aufzusammeln und sicherzugehen, dass es an der Seite runterläuft und nicht das Team trifft."

"Ich bin sehr gut darin. Aber am Ende muss ich in der Lage sein, den Leuten zu sagen 'Du hast die Leitung hierüber', damit das eintreten kann."

Pandemic musste Ende 2009 schließen. Jaffit ging zurück nach Australien und gründete dort das Studio Defiant Development.

Quelle: Eurogamer.de

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