05. Februar 2015

Die schwierige Entwicklung von South Park: The Stick of Truth hatte Auswirkungen auf DLC-Pläne

Die Entwicklung von South Park: The Stick of Truth war alles andere als einfach. Und das hatte letzten Endes auch Auswirkungen auf die Produktion etwaiger DLCs.

„Soweit wir wissen, sind sie [Ubisoft und South Park] fertig damit", sagt Obsidians CEO Feargue Urquhart. Man wolle aber mit Ubisoft sprechen, um zu sehen, welche Möglichkeiten es für das Spiel gibt.

„Ich weiß nicht, was das sein könnte", so Urquhart im Gespräch mit Polygon.

Die Entwicklung von Lizenzspielen ist für viele Studios eine Herausforderung, Urquhart hält South Park: The Stick of Truth aber für eines der besten Lizenzspiele überhaupt.

„Es fühlt sich wie eine Staffel der TV-Serie an. Vor fünf Jahren, als wir uns zum ersten Mal mit Trey [Parker] und Matt [Stone] trafen, sagten wir alle, dass es South Park sein muss. Es musste wie die Serie aussehen und sich so anfühlen. Und das haben wir getan."

Aber der Weg dahin war hart und steinig. Ursprünglich sollte der Titel über die South Park Digital Studios und Viacom erscheinen. Da sich Viacom aber damals von Harmonix trennte, war man nicht bereit, die Entwicklung des Spiels finanziell zu unterstützen.

Die South Park Digital Studios suchten also nach einem anderen Publisher und landeten bei THQ. Doch auch THQ bekam Probleme und brach zusammen. Während dieser ganzen Zeit arbeitete Obsidian weiter daran und letzten Endes griff dann Ubisoft zu. Für den Publisher war das ein gutes Geschäft.

„Technisch gesehen war es schon ziemlich weit, aber wir hatten noch immer einiges an Arbeit zu tun."

Dabei half auch Matt Stone, der eine Menge Zeit in das Projekt investierte, da er gegen Ende 2013 auch mehr Zeit dafür hatte: „Er hat jeden Tag an dem Projekt gearbeitet", sagt Urquhart. „Das South-Park-Team hat eine immense Menge an Arbeit in das Spiel gesteckt."

Es gab auch Pläne für zusätzlichen DLC, wenn auch nichts allzu Konkretes.

„Wir haben immer darüber gesprochen, die Story mit DLC zu erweitern, aber diese Ideen existierten nur auf dem Papier. Wir haben nur darüber gesprochen, mehr passierte nicht. Das war noch zu der Zeit, als THQ beteiligt war. Als das Projekt zu Ubisoft wechselte, sollten wir einfach das Spiel fertigstellen. Das hatte die höchste Priorität, also haben wir das erledigt."

Und nach all dieser stressigen Zeit brauchten nicht nur Parker und Stone eine Pause. Mit all den Problemen zurechtzukommen und gleichzeitig noch ein Spiel abzuliefern, das den Erwartungen der Fans gerecht wird, sei eine große Herausforderung gewesen.

Und das ist eben auch der Grund, warum man sich erst jetzt ein paar Gedanken über eine etwaige Zukunft des Spiels macht.

„Ich glaube, nach diesem ganzen Stress bezüglich der Fertigstellung des Spiels und dem Wechsel der Publisher brauchte jeder im Grunde mal eine Umarmung."

Quelle: Eurogamer.de

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