16. September 2014

Bericht: Microsoft arbeitet an Streaming-Dienst für Xbox-One- und 360-Spiele

Microsoft arbeitet offenbar an einem Streaming-Dienst, mit dem man Spiele für Xbox 360 und Xbox One in Browsern wie dem Internet Explorer oder Chrome erleben kann.

Dies geht aus einem Bericht des Microsoft-zentrischen Technikblogs Neowin hervor. Nachdem die Seite bereits im August von einem Durchbruch Microsofts in Sachen Latenz, also Lag, erfahren habe, teste das Unternehmen nun aktiv Spiele seiner aktuellen und letzten Spieleplattform im Praxisbetrieb.

Einer Quelle zufolge laufe der Stream in 60 Bildern pro Sekunde, ein anderer Informant bezeichnete die neue Funktion als Microsofts "nächstes Killer-Feature in Sachen Gaming". Bei Xbox-360-Spielen könne man sogar das Dashboard der Konsole aufrufen.

Vor einem Jahr sei Microsoft-intern bereits Halo 4 vorgeführt worden, das über die Cloud auf verschiedenen Geräten lief. Dies sei die Wurzel der jüngsten Entwicklungen gewesen. Seither habe sich viel getan.

Neowin macht zu Recht darauf aufmerksam, dass das Angebot an derart streambaren Spielen sicher neu auszuhandelnden Lizenzvereinbarungen unterworfen ist. Gleichermaßen bleibt abzuwarten, was Anbieter von PC-Versionen von im Stream erhältlichen Titeln von der Maßnahme halten.

Am bedeutendsten wäre dieser Schritt aber für Microsoft selbst, da der Besitz einer Xbox-Konsole zum Spielen nicht länger Voraussetzung wäre. Sägt man hier unter Umständen am Ast, auf dem man sitzt? Oder bedient man hier nur eine Zielgruppe, die sich ohnehin nie ein dediziertes Spielgerät kaufen würde?

So oder so: Zunächst bleibt Microsoft den Beweis schuldig, dass der Lag, der schnelle Actionspiele in Cloud-Diensten zu einer nicht gerade erbaulichen Angelegenheit macht, dermaßen reduziert wurde, dass man es hier nicht lediglich mit einer abgespeckten Unterwegsvariante seines Spielerlebnisses zu tun hat. Neowin bleibt ein Zeitfenster schuldig, in dem das Feature vorgestellt werden könnte.

Auch Sony arbeitet mit Hochdruck an einem Streaming-Dienst für Spiele aus dem PlayStation-Katalog. Zu diesem Zweck hatten die Japaner vor einigen Jahren David Perrys Cloudgaming-Firma GaiKai gekauft.

Quelle: Eurogamer.de

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