22. August 2014

EA will aktiver gegen Cheater und Coin-Verkäufer im Ultimate-Team-Modus von FIFA 15 vorgehen

Wenn Cheater das Spielerlebnis im Ultimate-Team-Modus von FIFA ruinieren, ist das natürlich nicht in Electronic Arts' Interesse. Daher will man nun weitere Schritte ergreifen, um solche Spieler aufzuspüren und zu sperren.

In einem offenen Brief wendet man sich diesbezüglich an die Community und verspricht, aktiver gegen Bots vorzugehen, die von Webseiten, die Coins gegen echtes Geld verkaufen, genutzt werden, um automatisch Spieler vom Transfermarkt zu verkaufen.

Der Handel in der Ultimate-Team-Web-App ist beispielsweise seit Mai nicht mehr verfügbar, weil die Bots laut EA so viermal so viele Suchanfragen durchführen wie alle echten Spieler zusammen. Dadurch kommt es wiederum zu Stabilitätsproblemen.

„Ich bin gerade von der gamescom zurückgekommen. Ich habe mit ein paar Fans gesprochen und wir wissen aus erster Hand, dass die Leute darunter leiden. Wir wollen unser System so sichern, dass sie beim Spielen von Ultimate Team das bestmögliche Spielerlebnis haben", erklärt FUT-Producer Marcel Kuhn gegenüber Eurogamer.

EA hat zu diesem Zweck ein eigenes Sicherheitsteam aufgebaut, das sich um FUT-Cheater kümmern soll. Ebenso gibt es einen neuen Verwarnungsprozess, der sich am realen Fußball orientiert.

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Wer beim Kaufen von Coins oder beim Bewerben solcher Möglichkeiten erwischt wird, erhält eine Verwarnung. Ein zweiter Verstoß führt zu einer gelben Karte, woraufhin der FUT-Klub und die FIFA Points zurückgesetzt werden. Bei einem dritten Verstoß erhält ein Spieler eine rote Karte, die in einem permanenten Ban im Online-Modus von FIFA resultiert.

Noch strenger geht man gegen diejenigen vor, die Coins verkaufen oder farmen. Diese Spieler werden permanent von allen EA-Titeln ausgeschlossen, also etwa auch Battlefield und Co.

Kuhn zufolge ist es problematisch, rechtlich direkt gegen die Seiten vorzugehen, die Coins verkaufen. Daher konzentriert man sich auf die Bekämpfung der Bots und will Spieler darüber aufklären und vor Phishing beziehungsweise kompromittierten Accounts warnen.

„Wir wollen das bekämpfen, was sie im Spiel tun, um ihre Coins zu bekommen, was am Ende das ist, was das Spielerlebnis stört", so Kuhn. „Diese Bots sind die Werkzeuge, die diese Verkäufer dazu nutzen, um ihre Ware zu bekommen. Wenn wir in der Lage sind, das zu unterbinden und ihren Aktivitäten entgegenzuwirken, wird sich das Spielerlebnis allgemein verbessern. Außerdem wird es für sie schwieriger, die Coins zum Verkauf zu bekommen. Das ist eine entscheidende Schlacht."

Kritisiert wurde EA auch für die weitere Zusammenarbeit mit YouTubern, die von solchen Webseiten gesponsert werden. Kuhn zufolge werden entsprechende YouTuber etwa nicht mehr auf EA-Events eingeladen, was man als „ersten Schritt" bezeichnet.

Ebenso möchte man ihnen durch den neuen Verwarnungsprozess noch eine weitere Chance geben, weil sie „vielleicht auch nicht wissen, was sie da verursachen". Ansonsten gelten für sie die gleichen Regeln wie für alle Spieler. Die Community solle jedenfalls entsprechende YouTuber melden, die Werbung für diese Art von Webseiten machen.

Auch nach dem Verkaufsstart des Spiels will man sich weiter darum kümmern.

„Wir haben bereits im Hintergrund daran gearbeitet", so Kuhn. „Nun ist die Zeit gekommen, um damit an die Öffentlichkeit zu gehen und die Leute aufzuklären. Wir wollen den Kampf zu unseren Gunsten wenden."

„Anstatt nur zu reagieren, versuchen wir bereits proaktiv herauszufinden, was diese Leute vielleicht als nächstes unternehmen könnten, um ihr Geschäft und das Farming aufrechtzuerhalten. Wir haben nun spezielle Teams dafür, was in der Vergangenheit nicht der Fall war. Sie arbeiten rund um die Uhr daran, um auf solche Dinge zu reagieren."

FIFA 15 erscheint am 25. September 2014 für Xbox One, PC und PlayStation 4 sowie im Herbst für Xbox 360, PlayStation 3, Wii, 3DS und Vita.

Quelle: Eurogamer.de

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