01. August 2014

Klage wegen Aliens: Colonial Marines: Gearbox hält Anschuldigungen für haltlos

Im letzten Jahr hatten wir darüber berichtet, dass wegen Aliens: Colonial Marines eine Klage gegen SEGA und Entwickler Gearbox eingereicht wurde.

Die Anwaltskanzlei Edelson LLC warf beiden Unternehmen vor, mit früheren Videos zum Spiel, die besser aussahen als das fertige Produkt, Kunden bewusst getäuscht zu haben.

In dieser Woche hat nun Entwickler Gearbox ein Gesuch eingereicht (via Game Informer), in dem man die Anschuldigungen gegen das Studio als haltlos bezeichnet. Erreichen will man damit, dass das Unternehmen aus der Klage entfernt wird.

„Während der Entwicklung hat Gearbox SEGAs Entwicklungsbudget mit eigenem Geld ergänzt, um SEGA bei der Fertigstellung zu helfen. Gearbox hat sich mit Millionen Dollar an A:CM beteiligt, wovon niemals etwas zurückgezahlt wurde", schreibt Gearbox' Steve Gibson. „Gearbox hat niemals Geld von SEGAs A:CM-Käufern erhalten, ebenso gab es keine Bonuszahlungen von irgendwelchen Verkäufen durch SEGA."

Die Verkaufszahlen waren laut Gearbox nicht hoch genug dafür. Die einzigen Zahlungen, die man von SEGA erhalten habe, waren für das Erreichen von Meilensteinen während der Entwicklung. Diese wurden bereits früher festgelegt und hatten nichts mit der Zahl der letztendlich verkauften Exemplare zu tun.

Weiterhin sei das Ganze eine „Auftragsarbeit" für SEGA gewesen. Man selbst habe keinen Einfluss auf die Vermarktung gehabt. Obendrein sei SEGA während der Entwicklung stets zufrieden gewesen: „SEGA hat jeden Meilenstein von Gearbox während der Entwicklung von A:CM abgesegnet. Letzten Endes hat Gearbox die Software in Übereinstimmung mit SEGAs Anforderungen, die man selbst geprüft, genehmigt und akzeptiert hat, fertiggestellt und abgeliefert."

Ebenso weist man Anschuldigungen zurück, wonach das vorab gezeigte Material mit einer anderen Engine entwickelt wurde. Während der Entwicklung sei einzig und alleine die Unreal Engine genutzt worden.

Davon abgesehen sind Gearbox' Anwälte auch davon überzeugt, dass die Klage nicht mehr die Voraussetzungen für eine Sammelklage erfüllt. Einerseits könne man etwa nicht mit Bestimmtheit sagen, wie viele Käufer vorab eines der Videos gesehen haben. Selbst diejenigen, die mit dem Spiel zufrieden gewesen seien, wären dann ein Teil der Sammelklage geworden.

Weiterhin sitzt einer der beiden ursprünglichen Kläger in Pennsylvania im Gefängnis, weswegen er seinen Anwalt darum gebeten hat, sich aus der Klage zurückzuziehen. Somit bliebe nur noch ein Kläger übrig.

Eine Entscheidung hat das Gericht diesbezüglich noch nicht getroffen.

Quelle: Eurogamer.de

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