31. Mrz 2014

Square Enix soll sich wieder auf Core-Gamer und JRPGs konzentrieren

Nach Ansicht von Square-Enix-Präsident Yosuke Matsuda sollte sich der Publisher künftig wieder mehr auf Core-Gamer und JRPGs konzentrieren.

Ausschlaggebend dafür ist Matsuda zufolge etwa der Erfolg von Bravely Default, während etwa Versuche, Spiele wie Hitman: Absolution für ein weltweites Publikum ansprechender zu gestalten, Square Enix überhaupt erst in Schwierigkeiten brachten.

„Als wir in der Vergangenheit Konsolen-Spiele für ein weltweites Publikum entwickelt haben, verloren wir dadurch unseren Fokus", so Matsuda im Gespräch mit Nikkei Trendy (via Siliconera). „Das führte wiederum dazu, dass diese Spiele dann letzten Endes nicht nur für Japaner ungeeignet waren, sondern auch nicht wirklich zur globalen Zielgruppe passten."

„Andererseits gibt es Spiele wie Bravely Default, ein JRPG mit ansprechenden Elementen für die japanische Zielgruppe, das sich weltweit gut verkaufte."

Man sei sich dadurch erst so richtig bewusst geworden, dass es JRPG-Fans auf der ganzen Welt gibt, außerdem verteilen sich dank des Internets Informationen blitzschnell. Neuigkeiten aus Japan liest man umgehend auch in anderen Teilen der Welt.

„Berücksichtigt man das und die zahlreichen Fans, hat man nicht mehr länger das Gefühl, es hier mit einem Nischen-Markt zu tun zu haben. Was neue Spiele betrifft, die wir von diesem Zeitpunkt an entwickeln - und das klingt vielleicht etwas extrem -, haben wir darüber gesprochen, sie als echte JRPGs in Reinkultur zu entwickeln. Ich glaube, dass wir uns so besser auf unser Ziel fokussieren können, was dann am Ende auch zu besseren Resultaten führt."

Besonders 2013 hat man seiner Ansicht nach einige Spiele veröffentlicht, die ein paar Probleme mit der Herangehensweise des Publishers hatten, etwa Hitman: Absolution.

„Die Entwickler von Hitman: Absolution hatten damit wirklich zu kämpfen", sagt er. „Sie bauten eine Reihe von 'Elementen für die Masse' ein anstatt für die eigentlichen Fans, um damit so viele neue Spieler wie möglich anzusprechen. Es war eine Strategie, um die Masse zu erreichen. Was die Hitman-Serie aber zu einer guten Serie macht, ist ihr Fokus auf die Core-Gamer. Und viele haben diesen mangelnden Fokus bemerkt, wodurch das Spiel auch in puncto Verkaufszahlen Probleme bekamn."

„Was die AAA-Titel betrifft, die wir derzeit für unsere Serien entwickeln, wollen wir im Grunde also zurück zu den Wurzeln und uns auf die Core-Zielgruppe konzentrieren. Wir arbeiten hart daran, Inhalte abzuliefern, die die Fans wieder sagen lassen: 'Das ist Hitman, wie wir es kennen.' Ich denke, das ist die beste Methode, damit unsere Entwicklerstudios ihre Stärken ausspielen können."

Quelle: Eurogamer.de

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