30. August 2012

Sex, Gewalt und Schnee: Until Dawn bietet alle Vor- und Nachteile eines Teen-Slasher-Films

"Während die restliche Truppe zurück bleibt, verschwinden Michael und Jessica, um in der Berghütte rumzumachen."

Lasst euch diese glorreiche Missionsbeschreibung auf der Zunge zergehen. Wer bei Until Dawn bis jetzt mit einem ernsten Horror-Titel gerechnet hat, der die Psyche verängstigter Teenager bis in die tiefsten Winkel erforscht, sollte sich nun von diesem Gedanken verabschieden. Until Dawn verkörpert alle Eigenschaften typischer Teen-Slasher-Filme. Sowohl die Guten als auch die Schlechten. Wobei man besonders Letztere mit einer großen Portion Selbstironie porträtiert.

Das gesamte Skript, das von einem bisher nicht genannten Hollywood-Autor geschrieben wird, besteht zu einem Großteil aus schlechten Wortwitzen und sexuellen Anspielungen, die man sonst nur nach 2:00 Uhr in der Bar zu hören bekommt. "Wie viele Bibliothekarinnen braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln", fragt Michael auf dem langen Weg zur Hütte und Jessica wendet genervt ihren Kopf. "Keine Ahn ...", antwortet die Blondine, bevor Michael sie mit einem "Pssst!" unterbricht. Ein wenig später folgen dann Sätze wie "Es ist so kalt hier, dass meine Zunge an deinem Fahnenmast kleben bleiben würde."

Obwohl ich dem allgemeinen Konsens zustimmen muss, dass es sich hierbei um keine literarischen Meisterwerke handelt, treffen sie dennoch genau den Nerv diverser geistiger Vorlagen. Anstatt die Schwächen des Genres auszubügeln, stellt man sie auf ein Podest und macht sich darüber lustig.

Quelle: Eurogamer.de

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