16. August 2012

Puppeteer: Sony will die Vorstellungskraft aus Kindertagen wieder erwecken

Zu diesem Zeitpunkt kann man es schon sagen: Sonys Puppeteer ist eine der wenigen wirklichen Überraschungen der diesjährigen gamescom. Der Titel wird unter dem wachsamen Auge Gavin Moores von Sony Computer Entertainment in Japan entwickelt und sprüht nur so vor Leben und visuellem Einfallsreichtum.

In Zeiten immer fotorealistischerer Grafik und Welten, die sich scheuen, die Details zwischen dem Gezeigten der Vorstellungskraft seiner Besucher zu überlassen, will Sony mit seinem neu angekündigten Jump 'n' Run Abenteuer Neuankündigung in die entgegengesetzte Richtung marschieren.

Geboren sei das Konzept, so Moore einleitend während der umfangreichen Präsentation auf der gamescom, aus dem Spielverhalten seines Sohnes. Moore war perplex ob der Tatsache, dass sein Nachwuchs beim Spielen eines aktuellen Titels irgendwann sagte, "okay, ich gehe jetzt nach draußen".

"Ich habe das nie gemacht", erinnert sich Moore, dessen Mutter das Stromkabel seines ZX Spectrum damals mehrfach aus der Steckdose riss, weil er mal wieder zu tief in seine Textadventures versunken war.

Er erinnere sich noch lebhaft an diese Zeit, als Drachen und Schätze vor seinem inneren Auge nur durch die Textbeschreibungen der kruden ersten Adventures zu dafür umso überzeugenderem Leben erweckt wurden.

"Als wir begannen, dieses Spiel zu machen, entschieden wir, dass es einen Weg geben muss, seine Vorstellungskraft [die seines Sohnes - d. Red.], meine Vorstellungskraft und hoffentlich auch eure Vorstellungskraft zugleich anzuregen."

"Wir haben also all den realistischen Kram beiseite geschoben und begannen, uns um die Situationen Gedanken zu machen."

Mit viel Abwechslung und zwei Behelfsmitteln, die er seine beiden "Seltsamkeitskurven" nennt - eine auf Seiten der Handlung, die andere auf Seiten der Dinge, die man tun kann - will Moore den Spieler immer wieder stimulieren, das Interesse hoch halten und ihn am Ende mit dem Eindruck zurücklassen, eine "fantastische Reise" hinter sich zu haben.

Man muss nicht allzu blauäugig sein, um nach dem ersten Kontakt mit dem Spiel das Gefühl zu bekommen, dass ihm genau dies gelingen wird. Die Aufmachung, die in Anlehnung an das japanische Bunraku das sympathische Flair einer realen, schrägen Puppenkiste versprüht, trifft genau ins Herz und verleiht dem Spiel ein großes Maß eigener Identität. Angesichts der Inspirationen Tim Burton und vor allem Terry Gilliam, die Moore offen darlegt, wird einem schnell klar, warum man es hier mit einem der bestaussehendsten Spiele der Messe zu tun haben wird.

Quelle: Eurogamer.de

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