07. Februar 2012

CD Projekt: Xbox, die keine Gebrauchtspiele abspielt, wäre 'eine schlechte Sache'

Eine Xbox, die keine Gebrauchtspiele abspielt, wäre für Entwickler CD Projekt "eine schlechte Sache".

Damit reagiert Managing Director Adam Badowski auf heutige Aussagen von Volitions Jameson Durall, der eine Xbox, die keine Gebrauchtspiele abspielt, "fantastisch" finden würde.

"Das kann eine schlechte Sache sein", sagt er. "Ich nehme an, ihr wisst, dass wir uns entschieden haben, nicht mehr länger mit Anwälten nach Softwarepiraten zu suchen... Wir verlieren kein Geld wegen diesen Piraten, sondern dadurch, weil sich Leute entschieden haben, unser Spiel nicht zu kaufen."

"Wir sollten mehr darin investieren, unsere Produkte zu verbessern und zu verfeinern, um die Spieler so davon zu überzeugen, unsere Produkte zu behalten, bei uns zu bleiben, unsere Bedürfnisse zu verstehen - weil wir ein unabhängiger Entwickler sind, müssen wir Entlassungen vermeiden, wachsen und die Möglichkeiten haben, neue Spiele zu entwickeln."

"Das ist unser Ansatz, unsere Firmenpolitik - wir möchten die Industrie verändern."

"Die meisten Hardcore- und Hardware-Lösungen sind für kurze Zeiträume in Ordnung", so Badowski. "Aber eine starke Bindung zu den Spielern und den Kunden kann diese Situation verändern. Und für uns ist das der bessere Weg."

"Unsere Spieler treffen ihre eigenen Entscheidungen. Sie wollen bei uns bleiben, weil sie glauben, dass unser Produkt es wert ist, in ihrem Regal zu verweilen. Selbst dann, wenn sie es schon zwei- oder dreimal durchgespielt haben", fügt Marketingchef Michal Platkow-Gilewski hinzu. "Sie tun das, weil sie die freie Wahl dazu haben. Wenn wir das ändern, wäre das vielleicht gut fürs Geschäft, aber wenn mich jemand dazu zwingen würde, ein Spiel selbst dann zu behalten, wenn ich es nicht will, wäre das gegen meinen Willen."

"Wir möchten so viel wie möglich für unsere Spieler tun. Wir möchten niemanden zu etwas zwingen. Es ist so wie beim DRM: Wir geben ihnen Freiheiten und glauben, dass sie uns treu bleiben werden."

Während man auf dem PC kostenlose Inhalte für The Witcher 2 nachgeschoben hat, wird man das aufgrund der Richtlinien von Microsoft auf der Xbox 360 jedoch nicht tun können.

"Da gibt es ein Problem, denn wie ihr wisst, hindern uns die Richtlinien von Microsoft daran, den Leuten kostenlose Sachen zu geben", so Badowski. "Wir haben den Fans versprochen, ihnen kleine DLC-Patches und Zusatzinhalte kostenlos zu geben. Da ist unsere Politik. Dabei haben wir also ein großes Problem und müssen darüber nachdenken."

Mit zwei DVDs, einem Handbuch, einem Guide und einer großen Karte sei das Spiel zum regulären Preis aber auf jeden Fall einer der am reichhaltigsten ausgestatteten Titel auf dem Markt.

"Mit jedem Schritt versuchen wir etwas zu verändern und Einfluss auszuüben, wie wir das auf dem PC-Markt tun", so Platkow-Gilewski.

"Das ist unser Ansatz, unsere Firmenpolitik - wir möchten die Industrie verändern", fügt Badowski hinzu. "Wir sind... Rebellen!"

Quelle: Eurogamer.de

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